Über fragwürdige Kooperationen und Firmen, die es besser wissen sollten

Mein Blog ist ein Hobby. Ich muss und will davon nicht reich werden, sondern blogge, weil ich es gerne mache. Hier lest ihr von mir und ab und an über tolle Dinge die ich so erlebe oder gut finde. Dass ab und an eine nette Kooperation dabei herauskommt, freut mich. Aber das deckt ja nichtmal die Kosten fürs Hosting und Design, aber das ist ja, wie gesagt, auch überhaupt nicht mein Ziel. Es ist super, wenn das für andere funktioniert, die ich auch mag und gerne lese. Ich selbst habe für mich aber beschlossen, dass ich meine Mühe und all das eher in meine anstehende Selbständigkeit stecke, ehe ich an anderer Stelle meine Kraft verschludere.

 

Zwischen Unsicherheit und Stolz: Was tun, wenn die ersten Kooperationsanfragen ins Haus flattern?

 

Es gibt an jeder Ecke Tipps bezüglich der Vergütung von Blogtexten. Der eine sagt, man sollte über keine zur Verfügung gestellte Produkte schreiben, ohne dafür zusätzlich Geld zu verlangen, der andere sagt, Text gegen Artikel ist für ihn in Ordnung. Manche richten die Vergütung an der Leserzahl aus, und starten bei 25€ püro Beitrag, andere sagen, um laufende Kosten zu decken sollte man unabhängig jeder Leseranzahl mindestens 70€ berechnen.  Manche orientieren sich bei den Überlegungen zur Vergütung eher an der Qualität des Blogs und der Zielgruppe. Manche leben davon, andere verdienen was dazu, manche schalten Werbeanzeigen. Wie dem auch sei – jeder sollte da seinen eigenen Frieden finden und es gibt viele gute Ansätze, die man sich mal anschauen kann, wenn man als recht unerfahrener Blogger vor den ersten Kooperationen steht. Bloggen kostet Geld, Texte schreiben ist Arbeit. Ich würde auf jeden Fall dazu raten, sich nicht nach einem einzelnen Rat dazu zu richten, sondern die Meinungen vieler zu vergleichen und sich das herauszuziehen, was für einem selbst am passendsten anfühlt. Ich persönlich mache es ganz abhängig von der Art der Anfrage, der Firma (Bekanntheit und Größe), dem Produkt und dem Kontakt. Aber da will ich kleines Lichtlein am Bloggerhimmel auch keinem reinreden oder keinen verurteilen, der es anders handhabt.

 

Faire Kooperationen

 

Es gibt super Kooperationsanfragen: Fair, auf einer Ebene mit dem Blogger, Karten auf den Tisch und ohne Versuch, jemanden hinters Licht zu führen. Tolle Tipps, wie Firmen mit Bloggern umgehen sollten und was sie vermeiden sollten, sind hier ganz wunderbar zusammengefasst. Hier folgt ein gutes Beispiel, Tip-Top, Produkt passt zum Blog, Anrede passt, Anfrage fair und Konditionen zwar nicht hoch, aber dem Umfang des Produkts entsprechend, keine Schleimerei, kein Bullshit-Bingo mit „Mehrwert für Ihre Leser“ und co.

 

Nette Kooperationsanfrage für Blogger

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Phrasen und Floskeln

 

Leider, leider ist das aber eine der wenigen Ausnahmen dessen, was so im Emailpostfach landet. Die meisten Anfragen, die so in den Briefkasten flattern, sind entweder voller Phrasen und Floskeln (wie gesagt, wen ich noch einmal „Mehrwert für Ihre Leser“ lesen muss, brech‘ ich über die Tastatur!). Die landen dann im Papierkorb und gut ist. Aber es gibt auch Anfragen von Firmen, die mich richtig, richtig ärgern. Sicher kann ich, wenn mich eine Kooperation nicht interessiert, die Anfrage löschen, ignorieren und fertig wie eben schon gesagt. Aber es häufen sich einfach die dreisten und frechen Anfragen, weil es eben auch Blogger gibt, die vielleicht unerfahren, vielleicht naiv, vielleicht aber auch einfach zu geblendet sind. Ganz einfach: Würde niemand auf diesen Mist eingehen, würde es diese Anfragen nicht geben.

 

Massenanfragen – irgendeiner wird’s schon nicht merken!

 

Da gibt es z.B. ein bestimmtes Unternehmen, die alle paar Monate sämtliche Blogger aus allen möglichen Sparten anfragt. In den Bloggergruppen häufen sich dann die Wortmeldungen „ja, die haben bei mir auch angefragt“. Egal ob 10 oder 5000 Leser, Computer- oder Buchblogger, Mode oder Basteln. Die bieten einen Gutschein, 50€, für ein u.U. frei wählbares „Erlebnis“, über das man dann berichten kann. Auf Nachfragen sagen sie dann aber: Man darf aber nicht als Werbung / Kooperation kennzeichnen, sondern behaupten, den Gutschein „gefunden“ zu haben oder „noch gehabt zu haben“. Ja, genau so schreiben sie das. Etwa alle 6 Monate tauchen auf den Blogs oder Bloggergruppen wieder Beiträge dieser Firma auf. Klärt man die Blogger dann über Kennzeichnungspflicht etc auf, sind sie peinlich berührt, entsetzt oder wütend und sagen, hätten sie das gewusst, dann wären sie das nicht eingegangen. Es geht also nicht darüber, dass 50€ „Gutschein“ evtl zu wenig sind, sondern um die Kennzeichnungspflicht und Absicht der Firma, diese zu ignorieren und die Blogger zu belabern, diese sei nicht relevant etc.

Kennzeichnung muss aber definitiv aus rechtlicher Sicht sein (weiterführende Infos z.B. hier oder hier), was man als Neuling nicht unbedingt weiß oder in Anbetracht eines Gutscheins schnell mal vergisst. Der Blogger macht sich dadurch strafbar. Und diese Unternehmen wissen das GANZ GENAU. Und genau damit spielt die Firma: Irgendwer wird es schon annehmen und gutgläubig genug sein, oder sich angesichts des bekannten Namens der Firma volle Kanne geehrt fühlen, dass man ausgerechnet bei ihm anfragt. Dass die Firma ausserdem einen dofollow-Link verlangt, ist ja fast schon klar. (Das werde ich an dieser Stelle nicht weiter erklären, da gibt es andere, die das besser können. Einfach mal googeln ;)) Damit kann sich der Blogger selbst dann ordentlich über Google ins Aus schießen, aber das bleibt prinzipiell auch jedem selbst überlassen, was man für Geld macht oder eben nicht. Geld genug für penetrante, gut gemachte und gut platzierte TV Werbung hat die Firma im Übrigen auch, es geht also hier um kein kleines Startup-Unternehmen, das ein bisschen Unterstützung sucht!

 

Rumschleimen als Geschäftsidee

 

Das ist leider keine Ausnahme. Der ganze dreiste Müll häuft sich derart, es ist einfach nur traurig, wie da mit Bloggern umgegangen wird. Ich fühle mich verarscht – und für dumm verkauft. Denn Blogger helfen sich gegenseitig. Da muss man nur mal ein bisschen rumschleimen, und schon bekommt man, was man braucht. Richtig? Da fragte nun vor Kurzem ein Unternehmen – äh Quatsch, nein, eine nette Privatperson!-  bei mir an:

 

Dreiste Anfrage zur Blogkooperation

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Die Masche ist super, psychologisch durchdacht, da waren Profis am Werk! Erstmal sagen, man liest den Blog schon eine Weile, und wollte schon lange sagen wie toll der ist („besonders Artikel xy gefiel mir, weil …“). Klingt also schmeichelnd, nett und persönlich, dann „ich habe auch ein Kind (Verbundenheit!)  – und anschließend mehr so nebenbei die Bitte, einem der Autorin befreundeten neuen Blogger (der auch Kinder hat, NOCH MEHR Verbundenheit! Herzchen in den Augen!) mit einer Linkplatzierung zu helfen. Schaut man aber genauer hin (man schreibt von meiner „Tochter“ etc) und lässt sich nicht mit persönlicher Anrede und randomisierten Komplimenten veräppeln, wird schnell klar dass ein großes Hotelvergleichsportal dahinter steckt, das Werbung für den eigenen Blog machen will – um an Klickzahlen, Googlerankings, etc. zu kommen. GRATIS. Geld für TV Werbung haben auch sie genug. Vielleicht bin ich kleinlich, aber sowas widert mich echt ganz schön an. Im Übrigen war ich nicht die einzige, die mit dieser Mail angeschrieben wurde. Auf meine Antwort, die vergleichsweise noch nett war für das, wie ekelhaft ich solche Bauernfängerei finde, kam natürlich nichts mehr.

Ein anderes Beispiel von „Wir versuchen es erstmal so“:

Blogkooperationen - wie sie nicht funktionieren!

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Ist es nicht voll nett, dass da so mit gedacht wird und den armen gestressten Bloggern Content angeboten wird, den man dankend annehmen darf? Mehrwert? Kostenlos? Großartig, ich bin gerührt! Nein, Klappe halten wäre zu einfach, ich ekle mich vor diesen Maschen, und darum musste ich antworten:

Kooperation - wie sie nicht funktioniert

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Aber nein, damit war es nicht erledigt. Jetzt kam genau das, was ich meine: Die Firmen geben sogar zu, es „erstmal so zu versuchen“ (denn es scheint ja zu klappen!). Die Antwort auf meine Mail?

dreiste Kooperationsanfragen bei Bloggern

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Ich habe dankend abgelehnt – wie gesagt, von Anfang an faire Konditionen nennen, sehr gerne. Erst mit Budget und Co herausrücken, wenn man fragt, obs eigentlich noch geht? Nicht mit mir. Sicher wird es wieder den einen oder anderen geben, der es getan hat. Ich verurteile diese Leute nicht – aber ich will Euch sagen, macht Euch doch einpaar Gedanken mehr, was das für Auswirkungen haben kann.

 

Werbung kann nach hinten losgehen

 

Ich würde mir wünschen, dass andere Blogger das genauso handhaben. Auch die kleinen, die sich über (erste?) Kooperationen total freuen. So geht man nicht miteinander um, in so eine Welt will ich mein Kind nicht hineinwachsen sehen! Kann man nicht einfach die Karten auf den Tisch legen, ohne Spielchen zu treiben und zu schauen, wie weit man gehen kann?

Die Sache ist natürlich die: Firmen wie die oben genannten sind zumindest bei mir dann ganz schnell unten durch, denn ich werde immer wissen, dass sie versuchen, billig und auf unehrliche Weise an Werbung, Googlerankings, Klicks und Kunden zu kommen. Ich werde nicht nur selbst auf diese Firmen verzichten, sondern auch meinen Freunden davon erzählen. Werbung kann also ganz schnell auch nach hinten losgehen. Ich finde es nicht nur persönlich widerlich und generell ethisch absolut fragwürdig, dass Firmen mit unerfahrenen Bloggern und deren Naivität spielen und sich bei Erfolg leise ins Fäustchen kichern, sondern auch dass sie versuchen, so an kostenlose oder unfaire Werbung auf Kosten dieser Blogger zu kommen. Und dabei noch in Kauf nehmen, dass die Blogger durch dofollow-Links von Google benachteiligt / abgestraft werden oder schlimmstenfalls rechtlich belangt werden, weil sie offensichtliche Werbung auf Wunsch, dank wedelnder Gutscheine oder Geldscheine und schwammiges Gelaber hin nicht kennzeichnen.

 

Bitte liebe Blogger, habt ein bisschen Selbstachtung und gesunden Menschenverstand, nehmt nicht alle Kooperationen unhinterfragt an und lasst euch auf nichts ein, bloß weil ihr euch geschmeichelt fühlt.

 

 

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Comments

  1. says

    Genau sowaas meine ich wenn ich immer wieder in Gruppen predige „Leute lasst euch nicht verarschen“. Leider merken es die meisten nicht und gehen auf diese zwielichten und frechen Angebote ein…

  2. says

    Ach ja, dieses Unternehmen, das diese tollen Erlebnisse anbietet, schrieb mich vor geraumer Zeit auch an….aber ich lehnte sofort, ohne weitere Nachfrage ab – mit der Begründung, dass das nicht zu meinem Blog passen würde. Und das war gut so, wie ich gerade in deinem Text lesen konnte.
    Schon traurig, wie manche Unternehmen auf Unwissenheit oder Unerfahrenheit von uns Bloggern spekulieren…
    Danke für deinen tollen Artikel!

  3. says

    Hallo Michelle,
    toller Artikel! Ich würde mir auch wünschen, dass dein Schlussappell von mehr Bloggern zu Herzen genommen wird.
    Wir haben uns ganz gegen Kooperationen entschieden. Vielleicht auch etwas extrem: Aber wir fühlen uns so abhängender – finden es aber nicht schlimm, wenn es andere Blogger anders handhaben.

    Beste Grüße, Paul

  4. says

    Wow, ich habe ja auch schon so einiges gelesen- aber bei dir sind ja echt Oberknaller dabei! Wir würden Ihnen kostenfrei unser Video und Text zur Verfügung stellen? WTF? Und dann von nix auf 100€ hoch zu gehen ist aber auch sehr erstaunlich- so eng kann das Budget dann ja wohl doch nicht sein? Nicht zu fassen…

  5. says

    Hallo Michelle,
    ich habe bisher erst eine Anfrage gehabt (bloggen ist ebenfalls mein Hobby, nicht mein Beruf) und habe mich beim Lesen schon nur gewundert….

    Schade eigentlich, wie manche Firmen mit Bloggern umgehen – ich blogge da liebe ohne Einnahmen, dafür das was mir gefällt!

    Liebe Grüße
    Anke

  6. says

    Danke für diesen tollen Beitrag.
    Ich blogge jetzt schon ziemlich lange und habe auch schon so viele unverschämte Angebote und Anfragen bekommen. Eine Zeit lang habe ich mich so oft darüber geärgert, dass es den Spaß am Bloggen genommen hat. Jetzt habe ich mir bewusst gemacht, dass ich es aus Leidenschaft mache und, dass ich nicht die Einzige bin, die man versucht über den Tisch zu ziehen. Ich hoffe einfach, dass die Bloggerwelt insgesamt aufhört sich veräppeln zu lassen und dass immer mehr Firmen merken dass es so nicht geht!

  7. Jenny says

    Liebe Michelle,
    ich finde das richtig interessant was Du da schreibst. Ich kannte diese Vorgehensweise auch noch gar nicht.
    Bei mir kommen die Anfragen immer von den Blogs, Youtubern etc. also ich kenne das genau von der anderen Seite :-)
    Und der Fairness halber muss ich auch mal erwähnen dass die Anfragen von den Bloggern, Youtubern etc auch teilweise der Oberknaller sind. Wie oft sitze ich kopfschüttelnd hier und kann es nicht fassen 😀
    Damit meine ich natürlich nicht Dich, das ist hoffentlich klar, nur so ganz allgemein weil ich grade hierüber gestolpert bin.
    Ich denke das gleicht sich schon ganz gut aus, es gibt Deppen unter den Firmen aber auch unter den Bloggern. Einfach ab in den Müll mit unverschämten Angeboten / Nachfragen und nicht drüber ärgern 😉
    Liebe Grüße
    Jenny
    Funky4Kids

  8. says

    Hallo Michelle,
    Lustig, die E-Mail habe ich – auf meinen Blog zugeschnitten- auch bekommen. Und mir gingen die gleichen Gedanken durch den Kopf…
    Liebe Susanne,
    mein Name ist Clara und ich bin selbst Mutter einer bezaubernden Tochter, Maria, 3 Jahre alt. Ich verfolge dein Blog seit ein paar Monaten. Besonders gut gefällt mir, dass es so persönlich gestaltet ist. Als Elternteil konnte ich mir schon einige wertvolle Tipps aneignen. (War zu dem Zeitpunkt eher sachlich, keine Tipps)
    Dein Blog ist sehr hilfreich, um einen etwas anderen Blick auf das Elternsein zu erlangen. Ich finde es total bewundernswert, dass du trotz jeglicher Schwierigkeiten stets versuchst eine gute Stiefmutter zu sein. (Hab zwar einen Stiefmutterblog, schreibe aber nicht über meinen Alltag mit Stiefkindern)
    Das Feedback wollte ich dir schon lange schreiben. Gleichzeitig wollte ich dich auch um deine Hilfe bitten. Mein Bekannter, Mario, auch Papa von Töchtern, hat vor kurzem auch einen Blogpost verfasst…….

    Ich hab die Mail ignoriert. Jetzt weiß ich wenigstens, was dahinter steckte.
    Liebe Grüße,
    Susanne

  9. says

    Hallo Michelle,
    ein wirklich sehr interessanter Artikel.
    Hätte nicht gedacht, dass sich manche Firmen auf solch dreiste und unverschämte Weise versuchen „irgendwo“ zu platzieren.
    Lieben Gruß
    Claudia

  10. says

    Danke, Dein Artikel wird ab jetzt verlinkt. Dann brauch ich mir nicht mehr den Mund fusselig zu reden oder mir bei jeder Erinnerungs-Email „wir hatten Ihnen doch so ein großartiges Angebot gemacht und wollen Sie uns nciht darauf antworten“ irgendwas neues zu überlegen. Da wird in Zukunft Dein Artikel hingeschickt mit dem Hinweis: Guckense mal, lesense mal, überlegense mal und dann schreibense mich nochmal an. :)
    LG /inka

  11. says

    Wow, ein tolles Posting – wirklich, habe ich grade via Neontrauma entdeckt und bin begeistert.
    Es ist schön, dass sowas mal ganz offen angesprochen wird, denn viele kleinere bzw. grad gestarte Blogger sind da sicher immer wieder verunsichert.
    Ich habe vor wenigen Tagen auch eine Anfrage für eine „Kooperation“ erhalten, obwohl mein neuer Blog kaum Leser auszeigen kann. Auf meine ausführliche Antwortmail, dass das nicht ohne eine geringe Bezahlung gehen würde, wurde nicht mehr reagiert – ich bin aber gespannt, auf was für Blogs ich demnächst T-Shirts finden werde 😀

    Und ja, man freut sich über Anfragen, vielleicht nimmt man auch mal eine an, wenns wirklich passt, aber am Ende sollten wir uns alle einfach nicht zu billig verkaufen, vor allem nicht, weil es eben auch Blogger gibt, die davon leben wollen und wir denen damit einiges vermiesen können…

    Liebe Grüße
    Julia

  12. says

    Guten Abend,
    ein wunderbarer Beitrag, der einem zudem zum Nachdenken anregt. :-) Solche kuriosen Angebote habe auch ich schon erhalten und bin nicht darauf eingegangen. Manches Mal soll ich einen Blog nennen, der mich nicht interessiert oder ich bekomme eine Anfrage einen Schuhshop zu nennen, der ach so gut zu meinem Blog passt. Passt zudem aber gleich Null. Das muss man einfach nicht verstehen.

    Lieben Gruß.

  13. says

    hihi, das mit den 50-€ hatte ich auch und ja… ich habs gemacht. weil doof, blond, verpeilt, weihnachtsstress, keine ahnung. nach beendigung des gewinnspiels hab ich den link rausgenommen, stand ja nirgendwo, dass der jetzt ein jahr da bleiben soll o.ä. und als die nächste anfrage in der richtung kam, hab ich das sofort geblockt und bei der nächsten dann noch verbloggt (http://www.kugelfisch-blog.de/2015/01/werben-auf-blogs.html). witzigerweise kam danach von dem seo-menschen ne nette mail, er würde sich für den offenen artikel bedanken. fand ich richtig gut, der arbeitet ja auch nur nach den vorgaben, die er von der auftraggeber-firma bekommt.
    bei dem danke sagen ding, hab ich sofort in der antwortmail nach ner vergütung gefragt und es hat sage und schreibe bis letzte woche gedauert, bis ich das geld bekommen hab. ich weiss auf jeden fall, mit wem ich nur noch gegen vorkasse zusammenarbeiten werde…

  14. Kerstin says

    Sehr interessanter Artikel, ein echter Mehrwert für deine Leser 😉 Ernsthaft: Ich als Nicht-Bloggerin und Nur-Blogleserin habe ja keinen Einblick darin, was da hinter den Kulissen so läuft. Ich ärgere mich gelegentlich über dröge Werbeblogposts von Bloggerinnen, die ich sonst gern lese, aber wenn man mir mit 100 Euro winken würde, würde ich mein Niveau vielleicht auch etwas herunterfahren.
    Was mich interessiert, ist, warum du die Namen der Firmen, die dir so unangenehm aufgefallen sind, nicht öffentlich machst. Hat das rechtliche Gründe? Gerade wenn es sich um Massenanfragen handelt, kann man so eine Firma ja beim Namen nennen, es handelt sich ja nicht um ein schützenswertes Privatgespräch… oder? Nun schüttele beim Lesen den Kopf über Firmen, denen ich vielleich morgen selbst Geld bezahle, weil du sie anonym beschrieben hast. Hm…

    • says

      Danke für Deinen Kommentar! Ich dachte, sowas interessiert wohl keinen der „Nicht – Blogger“ 😉
      Also in manchen Bloggergruppen wurde ich sogar angepampt, ich müsse vorsichtiger sein, aus meinem Text gehe hervor, welches Unternehmen das ist 😉 Aber so an den Pranger stellen wollte ich niemanden, denn es geht mir hier ja eher ums Publik machen als um einen Rachefeldzug gegen Unternehmen. #
      Liebe Grüße!

      • Kerstin says

        Danke für die Antwort. Ich verstehe deine Entscheidung, die Firmen nicht öffentlich zu machen. Finde es persönlich nur etwas schade. Warum du noch vorsichtiger sein solltest verstehe ich aber nicht. Meiner Meinung nach gehören solche Mails ja zur Öffentlichkeitsarbeit der Firmen. Betonung liegt auf Öffentlich.

        Den Einblick in diesen Teil des Bloggerleben fand ich sehr interessant. Thanks!

  15. says

    Huhu Michelle,

    die Dame mit dem angeblichen Freund hat schon bei einigen die Runde gemacht, ich hatte einen etwas anderen Textbaustein als du, deiner war aber der einer befreundeten Bloggerin. 😉 Bis auf dei eigenen Links ist alles in etwa gleich und du hast recht, man merkt recht schnell ob ein potenzieller Auftraggeber ehrlich ist, oder denkt und alle auf den Arm nehmen zu können. Ich gehe gerne Kooperationen ein, wenn sie zum Blog passen, so aber nicht, was ich auch mitteilte und daraufhin nie wieder was hörte.^^

    LG aus dem sonnigen Süden, Mel

  16. says

    Vielen Dank für diesen großartigen, transparenten Beitrag. Genau diese Anfragen habe ich auch bekommen.
    Gut geschrieben und sehr wahr! LG Nina

  17. says

    Das hat heute morgen sooo gut gepasst. Ich hatte diese Mail auch und mir gefällt der Rotstift sehr gut.
    Jetzt öffne ich mein Postfach und, uuups, da schreibt mich die Dame an und fragt warum ich denn nicht antworte.
    Ich konnte es nicht lassen ihr von deinem Blog zu erzählen, hihihihi
    Und ich habe sie gefragt ob sie/er nicht merkt, dass Es n ennen wir den Sender Es einfach nervt

  18. says

    Vielen Dank für diesen Text!!! Mindestens die Hälfte der Anfragen hatte ich auch und habe sie zum Glück nicht angenommen bzw. eben höflich darauf hingeweisen, dass das so mit mir nicht geht :-)
    Aber wie du schon sagst, es finden sich immer der ein oder andere, der doch mitmacht, dass ist ja in anderen Bereichen genauso.

    Die Bloggercommunity müsste da noch öfter auf diese Mißstände hinweisen.

    Liebe Grüße
    Stephi

  19. says

    Super interessanter Artikel, ich hab zwar keinerlei Erfahrung mit Kooperationen und Anfragen, finde es aber sehr interessant wie sowas von statten geht. Schön das du so ehrlich und offen darüber schreibst.

    Ich bin über eine Verlinkung auf deinen Blog gelandet bzw. direkt bei diesem Eintrag und schau mich jetzt gerne noch in Ruhe um!

    Lg jasmin

  20. says

    Ja alles sehr komisch. Firmen versuchen Kontakte und links zu bekommen. Ich würde mal glatt sagen, dass die Erfolgsrate gar nicht so schlecht ist, ansonsten würden diese Firmen es ja anders versuchen, brauchen sie scheinbar nicht. Fühlt sich wie Angebot und Nachfrage an.

  21. piemaly says

    Danke für deinen Blogpost :) Er hat mir unglaublich geholfen & mir auch die Augen geöffnet. Es ist unglaublich, was man als Blogger manchmal „ertragen muss“.

    Liebe Grüße :)

  22. says

    Ich habe das auch letztens gehabt. Unfassbar, dass sie mir anbieten, auch noch einen Text zu schreiben, den ich auch noch veröffentlichen soll :)) Problem: ich finde die Statistik, die sie mir geschickt haben wirklich toll und würde sie tatsächlich gern veröffentlichen. Ärgerlich sowas.

  23. says

    Hallo Michelle,

    danke für diese tolle Übersicht. Tatsächlich habe ich auch schon solche Anfragen gehabt. Ein Anbieter hatte mir ein Thema angeboten und dann musste ich mit denen diskutieren, warum das Thema nicht bei mir passt. Ich dachte, ich sei im falschen Film. Jetzt muss ich mich schon rechtfertigen, warum ich etwas nicht will. :-) Für Anfänger ist es schwer die „schwarzen“ Schafe zu erkennen. Dein Artikel hilft dabei!

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  1. […] geärgert hat. Viele Blogger kennen das sicher. Gerade heute bin ich über den Artikel von Kamikazefliege gestolpert, die genau darüber schreibt. Glücklicherweise ist mein Blog klein und für die meisten […]

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