Ausgefallene Wünsche

„Was wünschst du dir denn zum Geburtstag?“

„Ein Benjamin Blümchen Spielzeug mit Fernbedienung und Knöpfen die bunt blinken und einem Törö-Knopf das man durch die ganze Wohnung steuern kann. Und das hat einen Rohrbruch und ein Werkzeug mit dem es alles repariert und kaputt machen kann und dann hat es eine Windel und ein Baby.“

 

… Ausgefallen. Und jetzt schon scheint mir der Geburtstag eine einzige Enttäuschung zu sein. Außer, das gibts wirklich. Würde mich jetzt aber auch nicht wundern.

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Begegnungen

Im Flugzeug, ich sitze am Gang. eine ältere Dame auf der anderen Seite. Ich schaue eine Folge Heartland auf englisch auf dem Ipad, mit Kopfhörern. Kurz vor der Landung nehme ich die Stöpsel aus den Ohren.

Dame: „das ist sehr schön.“
ich: „ja, ein bisschen kitschig… aber ich mag es gerne.“
sie: „Sie sind die Schwiegermutter?“ deutet mit dem Kopf auf meinen Mann und Sohn.
ich: *?!?* – „Nein? das ist meine Familie.“
sie: „ach und die anderen Kinder sind alle noch in Amerika, gell. Schön. Sehr schön.“

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Zuhause bei den Nerds – Eisenzufuhr…

Auf dem Tisch steht eine Safttüte. Irgendein besonders gesundes Zeug, mit Eisen.

Ben: „Papa, wieso ist da ein Pluszeichen drauf?“

Papa: „Da steht, dass da Eisen drin ist. “

Ben: „*???* Tut das weh beim Schlucken???“

Papa: „Keine Sorge. Da sind keine Nägel und Schrauben drin… das ist ganz klein gemacht. Jeder Mensch braucht das zum Blut bilden.“

Ben: „Ist Blut magnetisch??!“

 

 

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Gastbeitrag – Zutrauen und lernen

Judy sah ich auf der Fotografengala Ende Februar in Paderborn. Das heißt, sie war voriges Jahr „Fotografin des Jahres“ der Vereinigung deutschsprachiger Kinderfotografen, und hielt (leider nur einen kleinen) Vortrag (oder eine Rede, na, egal!). Jedenfalls fand ich sie hier schon sehr symphatisch, denn was sie uns Kollegen in allererster Linie mit auf den Weg gab, sinngemäß: „Eure Familien sind das Wichtigste. Die Wochenenden gehören der Familie“. Denn sie ist nicht nur eine gute Fotografin, sondern auch Mutter zweier Kinder. Und das sehr liebevoll und herzlich – ihre Worte im Internet über ihre Kinder lassen mich immer wieder lächeln.

Und als ich dieses Posting von ihr sah, was ihr gleich lesen könnt, fragte ich gleich, ob ich das hier als Gastposting veröffentlichen darf, weil ich aus dem nicken nicht mehr herauskam und finde, dass diese kleine Alltagsgeschichte mehr Raum verdient hat…


 

Meine Kinder (1. und 2. Klasse) nehmen in den Ferien an einem Intensiv-Schwimmkurs teil, in einem winzigen Bad, das in dieser Zeit nur für die Kinder und ihre Eltern geöfnet ist. Alles ist sehr übersichtlich und somit auch etwas eng und in voll bekleidet ziemlich warm.

Am ersten Tag ging ich mit meinen Beiden in die Umkleidekabine, schleppte ihre Sachen durch die Hitze, drängte mich an anderen Kindern und Elternteilen vorbei und half beim Umziehen und Anreich von Handtuch und Co. Meine Stimmung war aufgrund der Enge und Hitze eher, naja wenig gut gelaunt. Nach dem Schwimmen kamen meine Zwei aus dem Wasser und beide hatten die grandiose Idee ihre Handtücher zuerst auf dem klitschnassen Boden auszubreiten um ihre Fußsohlen zu trockenen, ja genau die Handtücher, die ich eigentlich für Körper und Haare vorgesehen hatte und ich konnte mir ein Gemaule nicht verkneifen. Ich war genervt! Um mich herum das selbe Bild. Meckernde Kinder, die nicht stundenlang von ihren Müttern gekämmt werden wollten, zu langsame Kinder in Dauerermahnung ihrer Eltern, ob es nicht etwas schneller ginge.

So kam also Tag 2, denn dieser Kurs findet täglich statt. Ich hatte offen gesagt wenig Lust mich ein zweites Mal in dieses Gewühl der Übellaunigkeit zu stürzen, also sprach ich mit meinen Kindern und fragt sie, ob sie sich zutrauen (so als Schüler, die auch das Umziehen im Sportunterricht meistern können) all das Umziehen und Duschen selbst zu meistern.

An diesem Tag saß ich also mit einer Zeitung im Eingangsbereich und wurde von den anderen Eltern seltsam beäugt. Meine Kinder marschierten gut gelaunt und ziemlich aufrecht in den Umkleidebereich und kamen genau so gut gelaunt und stolz, fertig angezogen, gebürstet und (halb) gefönt wieder heraus.Ein Vater fragt mich, welches denn meine Kinder seien und ich zeigte nur auf meine Beiden, die sich gerade die Haare zuende getrocknet hatten und er nickte mir anerkennend zu. „Wow, tolle Erziehung!“, sagte er, aber ich finde alles was ich gemacht habe ist den Kindern zu ermöglichen selbständig zu sein.

„Fass mir lieber nicht auf den Rücken!“, sagte mein Sohn grinsend. Er hatte versehentlich seine nasse Badehose auf die trockene Kleidung gelegt und das war nun ziemlich ungemütlich unter der Jacke, aber er hatte etwas gelernt und zwar viel eindrucksvoller, als wenn ich ihn in der Kabine ewig ermahnt hätte aufzupassen. Wir lachten und gingen als einziges Grüppchen gut gelaunt davon, während alle anderen nur ihre Kämpfe um Socken, Mützen und nasse Haare austrugen.
Gestern haben wir alle etwas gelernt!

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